|
Griechisch, eine allgegenwärtige
Sprache
Die Nachforschungen
von Aristeidis Konstantinidis (Aristeides Constantinides)
brachten es an den Tag. Griechisch ist allgegenwärtig.
Mehr als 150.000 Wörter allein in der englischen
Sprache (jedes vierte Wort) und der internationalen
Wissenschafts-Terminologie beruhen auf dem Vokabular
aus dem Mutterland der Demokratie.
Dieses erstaunliche
Ergebnis ist die Quintessenz der einzigartigen Arbeit
des thessalonikischen Wissenschaftlers. Ganze 28 Jahre
widmete sich Konstantinidis seinem Lebenswerk bis
er es vor wenigen Monaten im vollbesetzten Amphitheater
der Athener Universität vorstellen konnte.
Das
lexikografische Interesse war groß. Besonders
die Beweisführung über die Verwandtschaft
der klassischen Gelehrtensprache mit dem Angelsächsischen
vermittelte neue Einsichten. Konstantinidis betonte,
dass es bis 1991 nur zwei Werke über den Einfluss
der griechischen Sprache auf den europäischen
Wortschatz (Thesaurus) gegeben habe. Das Eine in Bezug
auf die französische Sprache mit 1.250 griechischen
Wurzeln und das Andere über Hellenistisches im
Deutschen mit, gemessen an der griechischen Ausdrucksfülle,
insgesamt nur 1.450 Beispielen. Inzwischen scheint
jedoch zumindest in der englischen Sprache die Bedeutung
von Homer, Plato, Aristoteles und Herodot bewahrt.
|