Aristides E. Konstantinids - Die ökomenische Dimension der griechischen Sprache
Die Ökomenische Dimension der griechischen Sprache

 

 
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Warum ausgerechnet Griechisch?

Um noch einmal auf die Historie bezug zu nehmen, stellt sich grundsätzlich folgende Frage: Weshalb eigentlich hat die Weltmacht England bei ihren zahlreichen Eroberungsfeldzügen ausgerechnet die griechische Sprache ausgewählt um sich Wörter zu „entleihen"? Der erste Grund dafür ist der Reichtum an Verben, der es ermöglicht aus einer Vielzahl von Synonymen genau das Zutreffende zu verwenden. Es ist kein Zufall, dass die Amerikaner bei der problematischen Benennung eines Sachverhaltes sagen: „Die Griechen haben ein Wort dafür".

Ein zweiter Grund ist die plastische Qualität der Wörter, die sehr viele Ableitungen erlaubt. In der medizinischen Terminologie entstanden beispielsweise derer 17.000 aus nur 394 Stichworten. Dem gegenüber zog der Wissenschaftler Antoine-Laurent Lavoisier (1743 - 1794) die griechische Sprache zur Benennung chemischer Elemente wie Chlor heran.
Der dritte Grund ist die zauberhafte Geschichte der Etymologie. Oft verbindet sich mit einem Wort eine ganze Geschichte. Nimmt man das Wort lakonisch, verbirgt sich dahinter das einfache Leben der Präfektur Lakoniens auf Sparta.

Zusammenfassend wird die griechische Sprache als Sprache der Wissenschaft bezeichnet, da viele Wörter romanischen Ursprungs im Englischen nicht in der wissenschaftlichen Terminologie verwendet werden. Beispielsweise heißt die Wüste auf griechisch „Erimos“, im Englischen „dessert“, der Terminus jedoch „erimology“. Das legt eine Differenzierung zwischen einer Umgangssprache und einer Gelehrtensprache nahe, mit dem Unterschied, dass die Gelehrtensprache einen hohen Grad an griechischen Wörtern hat. Diese Auffälligkeit läßt zwei Deutungen zu: entweder soll dadurch die Geltung eines Objektes gesteigert werden oder man beruft sich einfach auf eine jahrhundertelange Tradition. All dies ist nicht Vergangenheit, sondern lebendige Realität. Die Wissenschaftssprache ist Englisch, auch wenn Länder wie Frankreich, Schweden und Italien versuchen dagegen Widerstand zu leisten. Die meisten Länder aber übernehmen die rein englischen Termini, womit auch die griechische Sprache in viele latino Sprachen transportiert wird.

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Griechisch, eine allgegenwärtige Sprache 
Der Einfluß des Griechischen: Ein weit unterschätzter Faktor

Meilensteine auf dem Weg zur Universalität

Die Rolle der Etymologie
Warum ausgerechnet Griechisch?